Die anthroposophischen Mistelpräparate sind vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Anwendung in der Krebstherapie in allen Krankheitsstadien zugelassen.

Für die Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gelten besondere Regeln:

Die Kosten für die anthroposophische Misteltherapie werden in der palliativen Therapie (das heißt bei einer metastasierten und nicht operablen Tumorerkrankung) von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen, d.h. dass der behandelnde Arzt die Präparate auf Kassenrezept verordnet.

In der adjuvanten (unterstützenden) Behandlung ist die anthroposophische Misteltherapie seit 2012 leider nicht mehr zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattungsfähig. Das bedeutet, dass Krebs-Patientinnen und -Patienten diese unterstützende Behandlung mit anthroposophischen Mistelpräparaten in der Regel selbst bezahlen müssen.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, dass die Kosten von der Kasse übernommen werden: Erstens kann es sich durchaus lohnen, die Krankenkasse individuell anzusprechen und darum zu bitten, dass die Kosten als Einzelfallentscheidung übernommen werden. Zweitens können Mistelpräparate auf Kassenrezept nach § 12 Abs. 8 der Arzneimittelrichtlinie auf Kassenrezept weiterhin erstattet werden, wenn sie zur Behandlung schwerwiegender Nebenwirkungen von Chemotherapie, z.B. bei Chemotherapie-assoziierter Fatigue, verordnet werden.

Weitere Informationen zur Erstattung der Misteltherapie finden Sie online beim » Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland