Bereits 1906 hat Rudolf Steiner erste Hinweise zur therapeutischen Anwendung von Elementen der Sprache gegeben, die ab Ende 1914 von Marie Steiner-von Sievers als Sprachgestaltung weiterentwickelt wird - unter ihren SchülerInnen sind Martha Hemsoth und Dora Gutbrod, die in Zusammenarbeit mit Ita Wegman und Karl König beginnen, die Sprachgestaltung therapeutisch anzuwenden. 1931 ein Meilenstein: Ita Wegman verdeutlicht ihre Vorstellungen zur therapeutischen Sprachgestaltung: Das Künstlerische muss von Grund auf beherrscht sein, zugleich ist aber auch das, was mit Krankheitszuständen und Heilungsmöglichkeiten zusammenhängt, nach wissenschaftlichen Kriterien zu erfassen. Später wird - nach früheren Angaben Rudolf Steiners - der Atem, das Wort und die Methoden der Sprachgestaltung zur Behandlung und Begleitung psychisch erkrankter Menschen eingesetzt. Ab 1963 wird die Sprachgestaltung in ihrer therapeutischen Anwendung von Dora Gutbrod weiter ausgearbeitet. 1979 gründet sie eine Arbeitsstätte, aus der die Dora-Gutbrod-Schule für Sprachkunst hervorgeht.

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