Von 1927 bis 1929 entwickelt Dr. Margarethe Hauschka Anwendungen der bildenden Künste nach Angaben Rudolf Steiners für eine gezielte Therapie. 1935 lädt Ita Wegman die Malerin Liane Collot d’Herbois ein, um therapeutisch wirksame Bilder zu malen. Geforscht wird über Licht, Finsternis und Farbe und ihre Anwendung in der Therapie. Mit Bezug auf die Farbenlehre Steiners sucht die Malerin neue Wege, Farben zu objektivieren und Kunst mit Heilung zu verbinden. Ab 1940 entsteht in Zusammenarbeit mit Ita Wegman, Hilma Walter und Margarethe Hauschka eine eigenständige Maltherapie. Später wird das Formenzeichnen im Hinblick auf Methodik und die ganzheitliche Wirkung der Tätigkeit auf den Organismus erweitert. Unter besonderer Betonung der Atmungsvorgänge vertieft Elke Frieling den Ansatz. In den 1970er Jahren wird ein künstlerischer Ansatz der anthroposophischen Maltherapie erarbeitet. Dafür wird 1983 die erste Professur für Kunsttherapie in Ottersberg vergeben.

www.anthroposophische-kunsttherapie.de